Wenn es um die Zahngesundheit geht, spielt der Zahnschmelz – die äußere Schutzschicht unserer Zähne – eine entscheidende Rolle. Er schützt das darunterliegende Dentin vor Abnutzung und sorgt dafür, dass unsere Zähne uns lange erhalten und gesund bleiben. Doch unser Zahnschmelz wird täglich angegriffen – durch Säuren, die oft aus unserer Ernährung oder durch Bakterien im Mund entstehen. Die Folge kann Karies sein. Wie können wir also unseren Zahnschmelz stärken? Die Antwort lautet: Mit Fluoriden. Doch was ist Fluoridierung genau und wie funktioniert sie? Die Experten des arona Zahnzentrums in Berlin klären auf.

Was sind Fluoride und wie wirken sie?
Fluoride sind Verbindungen mit dem chemischen Element Fluor. Fluor an sich ist ein Gas, das in der Natur nicht in reiner Form vorkommt. Stattdessen verbindet es sich schnell mit anderen Stoffen und bildet sogenannte Fluoride. Diese Verbindungen sind für unsere Zähne von großer Bedeutung, da sie den Zahnschmelz stärken und vor Karies schützen.
In unserem Mund leben unzählige Bakterien, die für die Verdauung wichtig sind, aber einige von ihnen können uns auch schaden. Die sogenannten „Streptococcus mutans“-Bakterien wandeln Zucker in Säure um, die den Zahnschmelz angreift und zu Karies führen kann. Fluoride greifen hier ein, indem sie den Zahnschmelz härter machen und die Säureproduktion der Bakterien hemmen. Gleichzeitig fördern sie die Remineralisation, also die Wiederherstellung von Mineralien im Zahnschmelz. So bleibt dieser stabil und widerstandsfähig gegen schädliche Einflüsse.
So können wir Fluoride aufnehmen
Es gibt verschiedene Wege, wie wir Fluoride in unseren Alltag integrieren können. Sie gelangen über die Nahrung, Zahnpflegeprodukte oder direkte Behandlungen beim Zahnarzt in unseren Körper.
Fluoride in Lebensmitteln
Bestimmte Nahrungsmittel enthalten von Natur aus Fluoride, wie zum Beispiel Fisch, Meeresfrüchte oder schwarzer Tee. Eine ausgewogene Ernährung trägt also nicht nur zu unserer allgemeinen Gesundheit bei, sondern auch zu unserer Zahngesundheit. Doch da wir oft nicht genug durch unsere Ernährung aufnehmen, gibt noch weitere Möglichkeiten.
Fluorid in der Zahnpasta
Die meisten Zahnpasten enthalten zwischen 0,1 und 0,15 Prozent Fluorid. Zweimal täglich die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen, hilft, den Zahnschmelz zu stärken und Karies vorzubeugen. Es ist eine einfache und effektive Möglichkeit, unsere Zähne täglich zu schützen.
Professionelle Fluoridierung beim Zahnarzt
Neben der täglichen Zahnpflege ist es empfehlenswert, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt durchführen zu lassen. Im Rahmen einer PZR wird zum Abschluss eine spezielle Fluoridierung angewendet, d. h. der Zahnarzt trägt einen Fluoridlack auf die Zähne auf. Dieser Vorgang schützt den Zahnschmelz zusätzlich vor Karies. Besonders für Menschen, die anfällig für Karies sind, wie Kinder mit Milchzähnen oder Menschen mit hohem Zuckerkonsum, ist diese Behandlung sinnvoll. Nach einer Fluoridbehandlung sollte man etwa 45 Minuten lang nichts essen oder trinken, damit das Fluorid optimal wirken kann. Vereinbaren Sie einen Termin und besuchen Sie uns gern in unserem arona Zahnzentrum in Berlin, wo Sie eine vollumfassende PZR von unseren Experten erhalten.
Überdosierung von Fluoriden
Wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch bei Fluoriden: Die Dosis macht das Gift. Eine Überdosierung von Fluorid kann zu weißlichen Verfärbungen auf den Zähnen führen, was als „Fluorose“ bezeichnet wird. Diese Gefahr besteht jedoch in der Regel nur, wenn übermäßig viele Fluoridtabletten oder fluoridhaltige Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Mit fluoridhaltiger Zahnpasta oder einer professionellen Fluoridierung beim Zahnarzt besteht dieses Risiko nicht, da die Mengen an Fluorid sehr gering sind.