Durch Zucker entsteht Karies – das ist allgemein bekannt und wurde uns schon von klein auf mitgegeben, wenn es um Zahngesundheit geht.
Doch zum Glück existiert heutzutage eine große Auswahl an Produkten mit Zuckeralternativen wie Erythrit, Xylit und anderen Zuckeraustausch- oder Süßstoffen. Besonders beliebte Getränke wie Cola und Fanta sowie Bonbons, Kaugummis und Desserts sind mittlerweile in zuckerfreien Varianten erhältlich. Diese kann man dann ja problemlos genießen, ohne dass es den Zähnen schadet – oder?
So einfach ist das leider nicht. Die Expertinnen und Experten des arona Zahnzentrums Berlin erklären, was Erythrit, Xylit & Co. tatsächlich bewirken und worauf Sie achten sollten.
Zuckeraustauschstoffe vs. Zuckerzusatzstoffe – was ist der Unterschied?
Zuckerersatzstoffe lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen: Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe.
Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Sorbit, Mannit oder Erythrit enthalten Kalorien, allerdings weniger als herkömmlicher Zucker. Sie schmecken ähnlich süß und werden häufig in zuckerfreien Bonbons, Kaugummis oder Gebäck verwendet. Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin oder Sucralose sind dagegen extrem süß, nahezu kalorienfrei und kommen vor allem in Softdrinks, Light-Produkten oder Desserts zum Einsatz.
Beide Varianten können eine gute Alternative für Menschen sein, die auf ihren Zuckerkonsum achten möchten – etwa bei der Gewichtsreduktion oder Diabetes. Doch „zuckerfrei“ bedeutet nicht automatisch „zahnfreundlich“.
Auch zuckerfreie Produkte können den Zähnen schaden
Viele zuckerfreie Produkte enthalten zwar keinen klassischen Haushaltszucker, dafür aber andere Inhaltsstoffe wie Fruktose, Laktose oder Maltose. Diese Zuckerarten können ebenfalls von Bakterien im Mund zu Säuren verstoffwechselt werden – und genau diese Säuren sind es, die den Zahnschmelz angreifen und Karies fördern.
Besonders bei zuckerfreien Softdrinks ist Vorsicht geboten. Cola Light, Fanta Zero und Co. enthalten häufig Zitronensäure (E330), Phosphorsäure (E338) oder Zitronensaftkonzentrat. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an und senken den pH-Wert im Mund, was ein saures Milieu verursacht, in dem Kariesbakterien besonders leicht aktiv werden. Selbst wenn kein Zucker enthalten ist, kann also ein regelmäßiger Konsum den Zähnen schaden.
Genuss in Maßen: So schützen Sie Ihre Zähne trotz Zuckerersatz
Natürlich müssen Sie nicht vollständig auf zuckerfreie Produkte verzichten. Entscheidend ist – wie so oft – die Menge und das Konsumverhalten.
Unsere Tipps für zahnfreundlichen Genuss:
- Trinken Sie nach säurehaltigen Getränken ein Glas Wasser, um die Mundflora zu neutralisieren.
- Warten Sie nach dem Verzehr etwa 30 Minuten, bevor Sie die Zähne putzen – so wird der bereits angegriffene Zahnschmelz nicht zusätzlich abgerieben.
- Achten Sie auf zahnfreundliche Produkte mit Xylit, die sogar zur Remineralisierung beitragen können.
- Gehen Sie regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung (PZR) und Prophylaxe, um Zahnschäden frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.
Zuckerfreie Produkte sind kein Freifahrtschein für gesunde Zähne
Zuckerersatzstoffe wie Erythrit und Xylit können eine gute Alternative sein – insbesondere für Menschen mit Diabetes oder bei einer zuckerbewussten Ernährung. Dennoch sollten Sie bedenken: Auch zuckerfreie Produkte können durch Säuren und versteckte Zuckerarten den Zahnschmelz angreifen. Wer seine Zähne langfristig gesund erhalten möchte, setzt daher auf bewussten Konsum, gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt.
Das arona Zahnzentrum Berlin unterstützt Sie dabei mit individueller Prophylaxe und professioneller Zahnreinigung, damit Ihr Lächeln gesund und strahlend bleibt – ganz unabhängig davon, ob Sie zu Zucker oder Zuckerersatz greifen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin!