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Wie entsteht Zahnschmerz eigentlich? Ein Blick in den Zahn

Fast jeder Mensch hatte schon einmal Zahnschmerzen. Manchmal beginnt es mit einem kurzen Ziehen beim Eisessen, manchmal treten von einem auf den anderen Moment starke, pochende Schmerzen auf, die den gesamten Alltag beeinträchtigen.


Zahnschmerzen können unangenehm, belastend und beunruhigend sein – vor allem, weil sie meist plötzlich auftreten und unterschiedliche Ursachen haben können.


Doch wie entsteht Zahnschmerz eigentlich genau? Warum reagieren manche Zähne empfindlich auf Kälte oder Druck, während andere starke, dauerhafte Schmerzen verursachen? Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick ins Innere des Zahns. Denn ein Zahn besteht aus weit mehr als nur einer harten Oberfläche.

Wie entsteht Schmerz im Zahn?

Ein Zahn wirkt von außen zwar hart und stabil, doch im Inneren ist er ein sensibles System aus verschiedenen Schichten und Geweben. Die äußerste Schicht ist der Zahnschmelz. Er schützt den Zahn vor äußeren Einflüssen und ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Da der Zahnschmelz selbst keine Nerven enthält, verursacht eine oberflächliche Schädigung zunächst oft noch keine Schmerzen.

 

Direkt darunter liegt das sogenannte Dentin, auch Zahnbein genannt. Das Gewebe ist von vielen winzig kleinen Kanälchen durchzogen, die wie ein Leitungssystem funktionieren und Reize wie Kälte, Hitze oder Druck an den Zahnnerv weiterleiten. Im Inneren des Zahns befindet sich die Pulpa, auch Zahnmark genannt, das empfindliche Zentrum des Zahns. Dort verlaufen Blutgefäße und Nerven. Genau hier entstehen die eigentlichen Zahnschmerzen.

Dringt beispielsweise Karies durch den Zahnschmelz bis ins Dentin vor, werden die feinen Kanälchen gereizt, die Signale an den Zahnnerv senden. Die Folge können ziehende oder stechende Schmerzen sein – etwa beim Essen, Trinken oder Zähneputzen. Erreicht die Entzündung schließlich die Pulpa, reagiert der Zahn meist deutlich heftiger. Der Schmerz wird stärker, pochend oder dauerhaft spürbar. In diesem Stadium ist nicht mehr nur die Zahnoberfläche betroffen, sondern das lebende Gewebe im Inneren des Zahns.

 

Auch das Gewebe rund um den Zahn kann Schmerzen verursachen. Entzündungen an der Wurzelspitze oder Reizungen des Zahnhalteapparates erzeugen Druck auf die umliegenden Nervenstrukturen und können ebenfalls starke Beschwerden auslösen.

 

Was Zahnschmerzen auslösen kann

Zahnschmerzen entstehen meist dann, wenn der Zahn selbst oder das umliegende Gewebe gereizt, geschädigt oder entzündet ist. Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein – manche entwickeln sich schleichend über längere Zeit, andere treten ganz plötzlich auf.

Häufige Auslöser für Zahnschmerzen sind:

  • Karies: Bakterien bilden Säuren, die zunächst den schützenden Zahnschmelz angreifen. Bleibt die Karies unbehandelt, dringt sie tiefer in den Zahn ein und reizt die empfindlichen Bereiche im Inneren. Erste Anzeichen sind häufig Schmerzen oder Empfindlichkeiten bei heißen, kalten oder süßen Speisen und Getränken.
  • Entzündungen des Zahnnervs: Gelangen Bakterien bis in das Zahnmark, kann sich der Zahnnerv entzünden. Typisch sind starke, pochende oder ziehende Schmerzen, die teilweise dauerhaft auftreten.
  • Entzündungen des Zahnfleisches oder Zahnhalteapparates: Erkrankungen wie Parodontitis betreffen nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch die Strukturen, die den Zahn im Kiefer halten. Häufig treten zusätzlich Schwellungen, Zahnfleischbluten oder Mundgeruch auf.
  • Empfindliche Zahnhälse: Zieht sich das Zahnfleisch zurück, liegen empfindliche Bereiche des Zahns frei. Dadurch reagieren die Zähne oft besonders sensibel auf Kälte, Wärme, Süßes oder Säuren.
  • Defekte Füllungen, Kronen oder Brücken: Beschädigte oder undichte Versorgungen können den Zahn nicht mehr ausreichend schützen. Reize gelangen leichter ins Zahninnere und verursachen Beschwerden.

Doch nicht immer liegt die Ursache direkt im Zahn selbst. Auch Weisheitszähne, Probleme im Kiefergelenk oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen können Schmerzen verursachen, die sich wie klassische Zahnschmerzen anfühlen. Gerade deshalb ist eine zahnärztliche Untersuchung wichtig, um die genaue Ursache festzustellen und die passende Behandlung einzuleiten.

 

Was tun bei Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen sind immer ein Warnsignal des Körpers. Sie zeigen, dass etwas im Mundraum nicht in Ordnung ist und untersucht werden sollte. Deshalb sollten Zahnschmerzen niemals ignoriert werden – auch dann nicht, wenn sie zwischenzeitlich wieder verschwinden.

 

In den meisten Fällen steckt eine Entzündung oder Schädigung dahinter, die sich ohne Behandlung weiter verschlimmern kann. Daher ist es wichtig, möglichst zeitnah einen Zahnarzttermin zu vereinbaren. Bis zur Behandlung lassen sich die Beschwerden häufig etwas lindern. Kühlung von außen kann helfen, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren. Auch vorsichtiges Spülen mit lauwarmem Salzwasser kann beruhigend wirken. Verzichten sollten Sie möglichst auf sehr heiße, kalte oder harte Speisen, da diese die empfindlichen Bereiche zusätzlich reizen können.

 

Wichtig ist außerdem, Wärme auf der Wange zu vermeiden, da sie Entzündungen verstärken kann. Auch Alkohol und Nikotin können Heilungsprozesse negativ beeinflussen und Beschwerden verschlimmern. Hausmittel sollten ebenfalls vorsichtig eingesetzt werden. Insbesondere dann, wenn sie direkt auf schmerzende oder offene Stellen aufgetragen werden.

 

Zahnschmerzen vorbeugen – mit der richtigen Prophylaxe

Die beste Behandlung gegen Zahnschmerzen ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine gründliche und regelmäßige Mundhygiene bildet dafür die wichtigste Grundlage. Zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, die Reinigung der Zahnzwischenräume und eine zahngesunde Ernährung helfen dabei, Karies und Entzündungen vorzubeugen.

 

Auch ein gesundheitsbewusster Lebensstil ist wichtig: Wer Zucker, Alkohol und Nikotin reduziert, schützt nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch Zähne und Zahnfleisch.

Zusätzlich sollten regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrgenommen werden. So können Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor Schmerzen entstehen. Ergänzend dazu unterstützt eine professionelle Zahnreinigung dabei, hartnäckige Beläge und Bakterien auch an schwer erreichbaren Stellen zu entfernen.

 

Im arona Zahnzentrum in Berlin begleiten wir Sie dabei, Ihre Zähne langfristig gesund zu erhalten. Ob Vorsorge, professionelle Zahnreinigung oder Kontrolle – unser erfahrenes Team berät Sie individuell und persönlich.

 

Vereinbaren Sie gerne einen Termin im arona Zahnzentrum Berlin für Ihren nächsten Check-up oder eine professionelle Zahnreinigung, damit Zahnschmerzen gar nicht erst entstehen.

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